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Zuletzt aktualisiert: Sa, 27. Mär, 14:23

Mittwoch, 19. März 2008

1. Podcastempfehlung

WDR 3 Tageszeichen

Einladung zum Nach-Denken. Engagiert und schonungslos nehmen kritische Zeitgenossen und Vor-Denker pointiert Stellung zu allem, was die Gesellschaft bewegt. Latent aktuelle politische Ereignisse, kulturelle Trends, Bildungsfragen - TagesZeichen ist offen für jedes Thema und setzt auch neue Themen.

http://podcast.wdr.de/radio/tageszeichen.xml

update:
leider gibt es diese sendereihe nicht mehr; sie wurde bei der letzten WDR-programmreform abgelöst durch politikum

Mittwoch, 6. Februar 2008

TERRORSTORM

Der neue Film von Alex Jones, TERRORSTORM, legt in einer frontalen Attacke auf die Architekten des globalen Terrorismus die wahre Geschichte vergangener Anschläge offen.

Download (ca. 700 MB, Xvid-Format)

Quelle: nfokrieg.tv/terrorstorm_2nd_edition_deutsch.html

Donnerstag, 6. September 2007

Nachrichtensperren und Schwarze Kanäle

Wie Radio und Fernsehen in DDR und BRD mit der RAF umgingen
Von Maximilian Schönherr

Beitrag als mp3 (14mb)

Der Deutsche Herbst war nicht nur eine Belastungsprobe für die Politik, sondern auch für die Presse. Im Oktober 1977 erreichte die politische Anspannung in der BRD einen Höhepunkt nach dem anderen. Den Reportern und Moderatoren der ARD blieb wenig Zeit, die Lage zu reflektieren. Erschwerend kam hinzu, dass die Bundesregierung häufig Nachrichtensperren ausgab. Die DDR-Medien unterlagen diesen Zwängen nicht. Die Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" berichtete, wenn überhaupt, nur kurz und trocken über terroristische Aktionen. Dafür warfen einige wenige andere Sendungen der DDR einen ungleich tieferen Blick auf die innere Befindlichkeit des Westens angesichts Radikalenerlass und Anti-Terror-Gesetzen als das West-Fernsehen und West-Radio.

Quelle:
SWR2 Wissen, 06.09.2007

Montag, 2. Juli 2007

diskursfäden..

Sonntag, 01. Juli 2007 18:00 Uhr
Schäuble sieht Warnungen für Deutschland durch britischen Anschlag bestätigt


Bundesinnenminister Schäuble sieht seine Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland durch die gescheiterten Attentate in Großbritannien bestätigt. Der CDU-Politiker sagte in Berlin, die Vorkommnisse zeigten, dass die Warnungen aller Experten seit Monaten zutreffend seien. Der internationale Terrorismus sei sehr aktiv, Europa sei im Fadenkreuz. Es handele sich nicht um Panikmache. Zugleich betonte Schäuble, dass kein Zusammenhang zwischen den Anschlagsversuchen in Großbritannien und der Bedrohungslage in Deutschland erkennbar sei. Der Minister äußerte sich vor einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands, bei der es um das neue Grundsatzprogramm der Partei gehen soll.

Großbritannien: Nach versuchten Anschlägen verstärkte Sicherheitsvorkehrungen / Neue Festnahme

Der britische Premierminister Brown geht von einer länger anhaltenden Bedrohung des Königreichs durch Terroristen aus. Die Gefährdung werde nicht in den nächsten Wochen oder Monaten verschwinden, betonte Brown in London. Man habe es mit Leuten zu tun, die mit Al Kaida verbunden seien. Mit den jüngst gefundenen Sprengsätzen hätten die Terroristen möglichst viele Menschen töten und erhebliche Zerstörung anrichten wollen. Dagegen müsse Großbritannien auf vielfältige Weise ankämpfen - mit Sicherheitsmaßnahmen, aber auch mit einem Kampf um die Köpfe und Herzen, sagte Brown. Nach den drei versuchten Bomben-Anschlägen von London und Glasgow ist die höchste Terrorwarnstufe in Kraft. Die Polizei brachte in Glasgow ein verdächtiges Fahrzeug kontrolliert zur Explosion. Es stand vor dem Krankenhaus, in dem einer der fünf Festgenommenen behandelt wird.

Jung bestätigt NATO-Anfrage für unbefristeten Tornado-Einsatz in Afghanistan

Die NATO hat die Bundesregierung um einen zeitlich unbegrenzten Einsatz der Bundeswehr-Tornados in Afghanistan gebeten. Verteidigungsminister Jung hob in Berlin hervor, die Flüge leisteten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der deutschen Soldaten und der Bevölkerung. Diese Unterstützung sollte auch in Zukunft gewährt werden, sagte der CDU-Politiker. In diesem Punkt stimme er mit seinem Vorgänger, SPD-Fraktionschef Struck, überein. Dieser sprach sich im ARD-Fernsehen für die Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes aus, wenn der Führungsstab der Streitkräfte das für erforderlich halte. Im Deutschlandfunk sagte Struck, die Beteiligung an der internationalen Anti-Terror-Mission "Enduring Freedom" müsse ebenso fortgesetzt werden wie der ISAF-Einsatz.

Afghanistan: Karsai will Tod von Zivilisten nach NATO-Luftangriff untersuchen lassen

Der afghanische Präsident Karsai lässt den Tod zahlreicher Zivilisten bei Luftangriffen vom Wochenende untersuchen. Beauftragt wurden damit Regierungsvertreter und Abgeordnete der betroffenen Provinz Helmand. Die Angaben über die Opfer gehen auseinander. Afghanische Behörden sprechen von 100 Toten, darunter neben vielen Taliban-Kämpfern auch mehr als 40 Zivilisten. Ein Sprecher der ISAF-Schutztruppe sagte der Agentur AFP, die NATO gehe von weniger als 12 getöteten Zivilisten aus.

aus:
dradio-Nachrichten


Mo.,02.07.2007
Merkel erläutert CDU-Grundsatzprogramm

(15:09 Uhr)

Bundeskanzlerin Merkel hat das neue Grundsatzprogramm der CDU als notwendige Reaktion auf eine veränderte Welt bezeichnet.

Der Programm-Entwurf, der gestern vom CDU-Bundesvorstand verabschiedet wurde, stehe unter der Überschrift "Frei und sicher leben in der Chancen-Gesellschaft". Dazu gehört nach Angaben von Merkel auch, den Einsatz der Bundeswehr im Inland zu ermöglichen. Angesichts der Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus sei die alte Trennung von innerer und äußerer Sicherheit "von gestern". Die CDU-Parteichefin erteilte außerdem Überlegungen zu Bündnissen mit den Grünen eine Absage.


Sicherheitsdiskussion in Deutschland

(15:53 Uhr)

Die gescheiterten Terror-Anschläge in Großbritannien haben in Deutschland eine Debatte über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst.

Bundesinnenminister Schäuble forderte unter anderem, in Großstädten mehr Überwachungskameras zu installieren. Dem stimmte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Stiegler zu. Er sagte, Videoüberwachung an bestimmten öffentlichen Plätzen könne das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern und auf Täter abschreckend wirken.

Bundeskanzlerin Merkel sprach sich dafür aus, in bestimmten Fällen den Einsatz von Bundeswehrsoldaten im Inland zu ermöglichen. Angesichts der Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus könne innere und äußere Sicherheit nicht mehr wie bisher getrennt werden.

Das Bundesinnenministerium betonte, dass sich die Sicherheitsgefahr in Deutschland nicht erhöht habe. Es gebe keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge.


SPD kritisiert Merkels Bundeswehrvorstoß

(19:28 Uhr)

Der Vorstoß von Bundeskanzlerin Merkel nach einem verstärkten Bundeswehreinsatz im Inneren stößt beim Koalitionspartner SPD auf Widerstand.

Fraktionschef Struck sagte, mit der SPD werde es solche Einsätze nicht geben. Generalsekretär Heil sprach in der "Süddeutschen Zeitung" von einer Verwischung der Kompetenzen von Polizei und Bundeswehr, die die SPD ablehnt. Die Sicherheit Deutschlands dürfe nicht zum Gegenstand parteitaktischer Überlegungen werden.

Kanzlerin Merkel hatte bei der Vorstellung des neuen CDU-Grundsatzprogramms gesagt, die Trennung von innerer und äußerer Sicherheit sei von gestern. Im neuen Partei-Programm der Christdemokraten heißt es zur Rolle der Bundeswehr: In besonderen Gefährdungslagen müsse ihr Einsatz im Innern möglich sein.

aus: WDR Nachrichtenticker vom Mo.,02.07.2007

Sonntag, 1. April 2007

1. April 1522: Martin Luther begründet den "Halo Wahen"-Brauch, den Vorläufer von "Halloween"

WDR-Zeitzeichen vom 1.April 2007

"Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein fröhlicher Furz!", sagte Martin Luther. Der tolerante Pragmatiker erkannte schnell, dass sein Protestantismus ein Fest brauchte, an dem seine Anhänger wild und ausgelassen den Frühling feiern konnten - ähnlich wie die Katholiken an Karneval. So erfand der Reformator den "Halo Wahen"-Brauch (mittelhochdeutsch für "Begrüße den Wahn") - Vorläufer des heutigen "Halloween". Später wurde das fröhliche Fest vom 1. April in den trüben Herbst verlegt. Und bis heute sagt man Protestanten nach, dass sie sich zieren, beim Feiern aus sich herauszugehen.
Redaktion: Ronald Feisel
AutorIn: Thomas Pfaff


Beitrag als mp3 (6,6 MB)

- Zeitzeichen-Podcast
- ZeitZeichen-Vorschau

Donnerstag, 25. Januar 2007

25. Januar 1907: Der deutsche Reichstag wird neu gewählt

WDR-ZeitZeichen vom 25.01.2007
Von Heiner Wember

Ein hochrangig besetzter "Presseclub": Unter der Leitung von WDR-Intendant Fritz Pleitgen diskutierte eine historische - und fiktive - Journalistenrunde das Ergebnis der Reichstagswahl von 25. Januar 1907.

Teilnehmerin Rosa Luxemburg analysierte die Gegensätze des Kapitalismus, die ihrer Meinung nach unweigerlich zum Umsturz führen. Alfred Hugenberg vom Alldeutschen Verband rechnete vor, dass es im Jahr 2000 in Deutschland 200 Millionen Menschen geben würde und dass man für diese Deutschen Kolonien brauchte. Heinrich Quinkenstein vom Dortmunder General-Anzeiger prophezeite, dass es im 20. Jahrhundert keine Kriege mehr geben wird, weil die großen Nationen wirtschaftlich zu eng miteinander verflochten sein würden. Eine turbulente Journalisten-Runde, in der Moderator Pleitgen immer wieder die Gemüter beruhigen musste.

Der historische Hintergrund: 1907 steckte das Deutsche Reich in einem blutigen Guerillakrieg in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Dieser Krieg gegen die als "Hottentotten" bezeichneten Nama kostete große Summen, so dass Reichskanzler Bülow einen Nachtragshaushalt eingebracht hatte. Den hatten das katholische Zentrum und die SPD wegen der grausamen deutschen Kriegsführung abgelehnt, worauf der Reichstag aufgelöst wurde. Der Reichskanzler konnte im Wahlkampf die meisten bürgerlichen Parteien zum "Bülow-Block" zusammenbringen. Sie führten einen extrem harten Wahlkampf gegen das Zentrum und vor allem gegen Sozialdemokraten, die wegen ihrer Haltung zur Kolonialfrage als "Vaterlandsverräter" verunglimpft wurden. Als Gewinner gingen aus dieser "Hottentottenwahl" der Bülow-Block und antisemitische Parteien hervor, während die SPD Mandate verlor.

Quelle: WDR 3

mp3-Audio-Datei

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Deep Fritz besiegt Schachweltmeister Kramnik

oder: ja, lieber mensch, das wars dann wohl!

nach 6 partien steht fest: kramnik konnte 4 partien mit remis beenden, aber 2 spiele hat er verloren. als fazit könnte man ziehen, dass ein mensch im besten fall ein unentschieden erreichen kann, aber wohl kaum mehr einen sieg.

- Zeit: Sieg der Maschine und Fritz war zu stark
- spiegel-online: Mensch gegen Maschine
- wdr: Grenzenlose künstliche Intelligenz
- tagesschau: Mensch unterliegt Maschine

Freitag, 1. Dezember 2006

Ein Stein weiß nichts. Oder: Was ist Information?

Spuren eines Begriffs, der die Gesellschaft verändert
dradio-Dossier von Bernd Schuh

Ein Stein weiß nichts.

Was ursprünglich von ihrem Erfinder als Theorie der technischen Kommunikation gedacht war, erhielt von anderen den Namen Informationstheorie. Und auf die Frage, wie er das zentrale Maß seiner Theorie nennen sollte, riet ihm ein Kollege: Nenne es Entropie, das klingt geheimnisvoll. Seitdem herrscht Begriffsverwirrung. Gibt es mehr als einen formalen Zusammenhang mit der physikalischen Größe Entropie? Ist Information eine fundamentale Größe wie Materie und Energie? Wer meint was mit dem Wort Information? Was unterscheidet Daten von Signalen, Botschaften von Nachrichten, Information von Wissen, was Quanteninformation von klassischer? Ist alles Information, Information alles?

Während die Wissenschaft solche Fragen im Schneckentempo umkreist, hat die Informationstechnologie in Rekordzeit die Gesellschaft verändert; standen vor dreißig Jahren Rechner noch hinter Glas und wurden von Spezialisten gewartet, wühlt heute jeder zweite vom heimischen PC aus in Datenbanken, Suchmaschinen, Weblogs - noch ist kein Ende abzusehen. Die Neuen Medien und die von ihnen erzeugte Informationsflut werden von Experten als ähnlicher Umbruch gewertet wie die Erfindung der Schrift oder des Buchdrucks. Politiker rufen die Informationsgesellschaft aus, manche gar die Wissensgesellschaft. Eher voreilig, denn wir leben, so sagen Kritiker, in einem Ozean von Information und einer Wüste des Wissens. Von Weisheit ganz zu schweigen.

- Beitrag als PDF (ca. 110 KB)
- Beitrag als MP3 (ca. 10 MB)

Quelle:
dradio.de/dlf/sendungen/dossier/557671/

das duell mensch-maschine

heute widmet sich die taz dem schachwettkampf zwischen menschlicher und künstlicher intelligenz in zwei artikeln:

- Der Computer Deep Fritz führt gegen den russischen Schachweltmeister. Doch Mathias Feist, Bediener und Entwickler des Programms, glaubt noch nicht an die Überlegenheit der Denkmaschine. Ein Interview.

- Das Schachspiel zwischen Wladimir Kramnik und Deep Fritz gilt als Endkampf zwischen Mensch und Maschine. Eröffnet wurde diese spannende Partie vor 217 Jahren vom "mechanischen Türken"

weitere Artikel:

Donnerstag, 26. Oktober 2006

taz-Karikatur vom 26. 10. 2006

Karikatur vom 26. 10. 2006

http://www.taz.de/pt/2006/10/26.nf/kari

Sonntag, 15. Oktober 2006

Kasparow fürchtet nach dem Politkowskaja-Mord um seine Sicherheit

Nach dem Mord an Anna Politkowskaja, die als Journalistin und Aktivistin für Menschenrechte diverse Missstände in Russland (z.B. den Krieg in Tschetschenien) angeprangert hatte, äußerte auch der ehemalige Schachweltmeister und heutige Putin-Gegner Kasparow bedenken über seine Sicherheit.

- zeit-online vom 12.10.2006

WDR ZeitZeichen als mp3


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